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  07.02.2020

Kitareigen um Containeranlage in Heddernheim

Gleich drei Einrichtungen ziehen nacheinander ins Provisorium am Forum-Spielplatz. Die Stadt investiert drei Millionen Euro.

Gleich drei Kinderzentren des städtischen Eigenbetriebs Kita Frankfurt im Nordwesten der Stadt werden in den kommenden sieben Jahren neu gebaut: Das Kinderzentrum „In der Römerstadt“ (KIZ 37), das Kinderzentrum „Bernadottestraße“ (KIZ 74) sowie das Kinderzentrum „Niederurseler Landstraße“ (KIZ 73). Alle drei Gebäude sind alt, können deswegen langfristig nicht mehr genutzt und müssen deswegen abgerissen werden, heißt es in einem Bericht des Magistrats, über den die Stadtverordnetenversammlung nun abstimme muss.

Für Abriss und Neubau der Einrichtungen ist jeweils eine Auslagerung in eine Pavillonanlage nötig. Die soll nicht gemietet, sondern gekauft werden, so der Magistrat. Der Erwerb einer Anlage, die länger als fünf Jahre genutzt werde, sei wirtschaftlich sinnvoller, so die Begründung. Rund drei Millionen Euro sollen in den Kauf investiert werden. Mittel, die im Investitionsprogramm von Kita Frankfurt nicht enthalten sind. Die Finanzierung werde durch andere Prioritätensetzung sichergestellt, heißt es weiter in der Vorlage.

Errichtet werden soll die Anlage auf dem Spielplatz „Am Forum“, in der Römerstadt. Direkt neben dem dortigen Kinderzentrum, dass die Container auch als erste Einrichtung beziehen soll. Die Planungen für das Kinderzentrum „In der Römerstadt“ sind am weitesten fortgeschritten. Mit der Auslagerung könne noch in diesem Jahr begonnen werden, so der Magistrat. Hat die Kita, in der derzeit 82 Kinder von drei bis zehn Jahren betreut werden, ihr Gebäude verlassen, beginnen Abriss und Neubau. Dier sieht eine Erweiterung um zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren vor.

Erweiterung vorgesehen

Zwei Jahre später muss der Neubau stehen, 2022 soll das Kinderzentrum „Bernadottestraße“ die Pavillonanlage beziehen. Auch hier ist mit dem Neubau eine Erweiterung vorgesehen. Zwei zusätzliche Kindergartengruppen soll es künftig geben.

Aktuell besuchen 105 Kinder zwischen drei und zehn Jahren die Einrichtung. Auch für diese Auslagerung sind zwei Jahre angedacht. 2024, als dritte und letzte Einrichtung, zieht das Kinderzentrum „Niederurseler Landstraße“ mit ihren 90 Kindergarten- und Hortkindern in die Römerstadt um. Für diese Einrichtung wird der Umzug die größten Veränderungen mit sich bringen.

Während sich für die Kita „In der Römerstadt“ durch die Auslagerung auf das Nachbargrundstück nicht viel ändert, müssen sich die Eltern aus dem Kinderzentrum in der Bernadottestraße anders orientieren, da die Pavillonanlage rund einen Kilometer, somit gut 15 Minuten Fußweg, entfernt liegt.

Für die Eltern der Jungen und Mädchen, die die Kita in Niederursel besuchen, wird der Aufwand deutlich größer. Müssen sie künftig deutlich längere Wege einplanen, 2,8 Kilometer entfernt vom üblichen Standort befindet sich die Pavillonanlage. Zwar ist diese mit dem Auto in acht Minuten über den Erich-Ollenhauer-Ring zu erreichen, zu Fuß dauert es jedoch mindestens 20 Minuten, wenn man sich für die Strecke über die Konstantinstraße entscheidet.

Wenigstens wird es nur eine Übergangslösung sein, bis die neue Kita in Niederursel steht. Zwei Jahre sind auch hier geplant. Was im Anschluss mit der Pavillonanlage passiert, steht noch nicht fest, so der Magistrat. Erst nach der Nutzung werde geprüft, ob diese eventuell an einem anderen Standort für eine Auslagerung genutzt werde oder dem Amt für Bau und Immobilien zum Kauf angeboten werde.



Artikel Frankfurter Rundschau, vom 07.02.2020. Von Judith Dietermann



 


 
     
 




 

 



     
     
     
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